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ÜBER SIEBEN BRÜCKEN

In der Geschichte wurde das Thema Zwangsadoption in der ehemaligen DDR zu einer spannenden, dramatischen Story verarbeitet. Einem jungen Mann, der an einem Freitag, den 13. geboren wurde, klebt jahrelang das Pech in der Liebe an den Fersen. Nach einer erneuten Frustration sucht er Ablenkung auf einem Peter-Maffay-Konzert in Erfurt. Vor dem Konzert beobachtet er in einem Kaufhaus der Stadt, wie eine Kundin ein Buch in ihrer Handtasche verschwinden lässt. Er spricht sie an und fordert sie auf, das Buch wieder zurückzulegen. Kurz darauf kommt es zu einer zweiten Begegnung mit dieser Frau, was eine dramatische Ereigniskette in Gang setzt.

Dazu die folgende Leseprobe:

Das fehlende Glück in der Liebe klebte mir buchstäblich an den Schuhen. Oder anders ausgedrückt: Meine bisherigen Beziehungen scheiterten entweder bereits nach kurzer Zeit oder endeten fatal oder gar tragisch. Begonnen hatte meine Pechsträhne schon im Kindergartenalter. Ich war damals fünfeinhalb Jahre alt und man könnte meinen, das alles ist inzwischen längst vergessen, aber dem ist leider nicht so, denn das unschöne Ende dieser Episode hatte mein Verhältnis zu Frauen nachhaltig geprägt. Ich hatte es jedenfalls seither nicht mehr geschafft, auf das weibliche Geschlecht offen und unverkrampft zuzugehen. Was war geschehen? Nachdem mein Vater eine neue berufliche Herausforderung annahm, zogen wir in eine andere Stadt. Dort kam ich neu in den Kindergarten. In der Kindergruppe, in die ich aufgenommen wurde, traf ich auf Eva. Der Zufall wollte es so, dass sie meine erste Spielkameradin im neuen Kindergarten wurde. Dabei ging die Initiative nicht von mir aus, denn ich war verständlicherweise an meinem ersten Tag in der neuen Umgebung noch sehr verunsichert, da alles fremd für mich war. Aber Eva störte das nicht. Im Gegenteil. Sie kam sofort auf mich zu und fragte, ob ich denn mit ihr spielen würde. Natürlich sagte ich freudig »Ja!«, und ab diesem Zeitpunkt war das Eis gebrochen. Wir beide verstanden uns sofort super, konnten stundenlang zusammen spielen, ohne dass es Streit gab. Ich wusste damals natürlich noch nicht, was Liebe bedeutet, aber ich bin sicher, für uns beide war es eine besondere Form von Zuneigung, eine Sandkastenliebe. Wir schmusten miteinander, drückten uns, hielten Händchen und versteckten uns manchmal vor den anderen, nur um die Zweisamkeit genießen zu können. Es war eine wundervolle Zeit. Ich war glücklich und zufrieden. Aber mein Glück war nur von kurzer Dauer. Es endete, als der neunmalkluge und angeberische Peter in unsere Kindergruppe kam.


 

Kurzvorstellung der anderen Geschichten:

DOPPELTES GLÜCK

Auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt kommt Kai mit einer Gruppe junger Frauen ins Gespräch. Zwei der Frauen bleiben mit ihm bis zum Schluss. Eine der Frauen hat es Kai angetan. Er fragt die beiden ob eine noch mit ihm mitkommen will, in der Hoffnung, die richtige sagt ja. Jetzt wollen beide mitkommen.


 

EINE INSEL DER HOFFNUNG

Nach einem durch einen Blitzeinschlag verursachten Steuerungsausfall muss ein Verkehrsflugzeug auf dem Flug von Australien nach Chile mitten im Pazifik notwassern. Nur wenige Passagiere schaffen es auf eine Rettungsinsel. Diese wird auf eine einsame, unbewohnte Insel angelandet. Auf der Insel gibt es allerdings Hinterlassenschaften früherer Bewohner. Die bunt zusammengewürfelte Gruppe muss lange Zeit auf der Insel verbringen. Wie und was dabei alles geschieht erzählt die Geschichte.


 

EIN UNGEWÖHNLICHER FALL

Nachdem eine neue Mitarbeiterin von Peter Schwarz das Bild seiner Frau auf seinem Schreibtisch gesehen hat, glaubt diese, die Frau zu kennen. Die Mitarbeiterin sagt Peter, dass die Frau ein Mini-Cabrio fahren und regelmäßig jemanden in ihrer Nachbarschaft besuchen würde. Peter weiß nichts von derartigen Aktivitäten seiner Frau, allerdings besitzt sie tatsächlich ein solches Cabrio. Ihn beschleicht ein ungutes Gefühl. Er muss der Sache nachgehen und bittet seinen Freund, einen Polizeipsychologen beim LKA, um Hilfe. Dieser findet etwas Unvorstellbares heraus.


 

MEIN ERSTES MAL

Ein vierzehenjähriger Junge erlebt sein erstes Mal auf sehr ungewöhnliche Art und Weise mit einer Mitschülerin.

Dazu die folgende Leseprobe:

..... Grace hatte sich kurz darauf in Matthew verguckt, ein Mädchenschwarm, der zwei Jahre älter war und in eine höhere Klasse ging. Grace fragte mich, was sie tun sollte, um Matthews Aufmerksamkeit zu gewinnen. Aber ich war damals in Sachen Liebe gänzlich unerfahren und wusste nicht wirklich einen Rat. Immerhin kannte ich den Jungen etwas, der im gleichen Verein wie ich Eishockey spielte. So wusste ich, dass Matthew ein Mädchenfänger war, der nichts anbrennen ließ. Das sagte ich zwar so auch Grace, das jedoch steigerte bei ihr sogar noch das Verlangen nach ihm und sie flehte mich danach an, sie zum nächsten Training mitzunehmen. Ich hielt das für keine gute Idee. Deshalb machte ich ihr den Vorschlag, zwei Eintrittskarten für ein NHLMeisterschaftsspiel der ›Vancouver Canucks‹ zu besorgen. Grace stimmte erfreut zu und so erstand ich schließlich zwei Karten für das Spiel gegen die ›Edmonton oilers‹. Damit alles nach einem Zufall aussah, schenkte ich eine Karte Matthew. So bekam Grace die Chance, den neben ihr sitzenden Matthew auf sich aufmerksam zu machen. Dies fiel ihr überhaupt nicht schwer. Matthew biss an und lud sie nach dem Spiel prompt zu einem Drink ein. Grace hatte ihr Ziel erreicht, sie fühlte sich danach im siebten Himmel.
Fortan berichtete mir Grace jedes Detail der sich entwickelnden Liebesbeziehung.

Es waren noch keine vier Wochen vergangen, da vertraute sie mir an, dass Matthew mit ihr schlafen wollte, ja, sie fast schon dazu drängte. Grace wusste natürlich, dass Matthew schon einige sexuelle Erfahrungen gesammelt hatte, aber Grace war noch nicht dazu bereit, ja, sie hatte sogar Angst davor, etwas falsch zu machen. Und sie wollte nun von mir wissen, was sie tun sollte. Ausgerechnet von mir, der von seinem ersten Mal auch schon einige Zeit träumte. Als ich ihr gestand, dass ich noch nie mit einem Mädchen geschlafen hatte und ihr deshalb wohl nicht den richtigen Rat geben können würde, gab sie mir lächelnd einen Kuss auf die Wange und sagte: »Tom, wäre ich jetzt nicht in Matthew verliebt, ich glaube, ich würde es dann mit dir machen. Es ist doch schöner und aufregender, wenn es für beide das erste Mal ist, oder?«
»Sicher. Aber meinst du nicht, dass man dann auch richtig ineinander verliebt sein muss?«, antwortete ich und war total überrascht und irritiert zugleich.
»Ist das bei euch Jungs wirklich so?«, fragte sie.
»Ich finde, genauso wichtig ist, dass man sich gut versteht, harmoniert, so wie wir beide. Und beim ersten Mal ist doch auch eine Spur Neugierde und Spannung dabei.«
»Und du würdest das ohne Weiteres tun?«, fragte ich sie ungläubig.
»Warum nicht, wir verstehen uns doch super. Ich mag dich sehr und ich finde, viel wichtiger noch ist Vertrauen und bei dir hätte ich auch keine Angst davor, zu versagen.«
»Grace, ich fass es nicht. Du meinst das jetzt nicht ernst, oder?«


 

DAS RENDEZVOUS

Zwei junge Bundeswehrsoldaten, Chris und Tommy, treffen in der Mittagspause in einer Altstadtkneipe von Lüneburg eine Frau. Chris spricht die Frau an, die sich daraufhin angeregt mit den beiden unterhält. Da ihm die Frau Avancen macht, fragt Chris sie, ob sie sich am Abend noch einmal mit ihm treffen würde. Die Frau sagt ja, möchte aber, dass auch Tommy mitkommt. Das Rendezvous fällt allerdings anders aus, als geplant.


 

GEFÄHRLICHE LIEBE

Marco, ein junger Mann, lernt in der S-Bahn nach Frankfurt, eine junge Frau kennen. In Frankfurt hat Marco gerade ein Volontariat in der Redaktion einer namhaften Zeitung begonnen. Auch die junge Frau arbeitet erst wenige Tage in Frankfurt. Die beiden verlieben sich. Als das Mädchen ihn wenige Tage später ihren Eltern vorstellt, zeigt sich, dass die Familie abgeschirmt in einer feudal eingerichteten Villa lebt. Wenige Tage später geschieht etwas dramatisches, das das Leben von Marco auf den Kopf stellt.


 

AUF DEM HOCHSTEIN

Ronny besteigt in München den ICE nach Frankfurt. Ihm gegenüber sitzt eine Frau, die einen sehr traurigen Eindruck macht. Er kommt mit ihr ins Gespräch und erfährt, dass sie das gleiche Reiseziel haben. Die Frau öffnet Ronny ihr Herz und erzählt ihm von ihrer bevorstehenden Scheidung und wie es dazu kam. Ronny, der ebenfalls eine schlimme Beziehung hinter sich hat aktuell aber wieder in einer glücklichen Beziehung lebt, kennt die Situation. Ihm hatte damals eine Wandertour mit einem Freund geholfen, auf andere Gedanken zu kommen. Er erzählt der Frau dies. Diese findet die Idee gut und bittet Ronny, sie zu begleiten.


 

EINE FÜGUNG DES SCHICKSALS

Wolfgang Siegert, Jahrgang 1952, wird auf einer Infoveranstaltung über Fondsanlagen von einer Frau angesprochen, die sagt, er würde ihrem Mann unglaublich ähnlich sehen. Sie berichtet ihm weiter, dass ihr Mann seinen leiblichen Vater nicht kennt und erzählt dazu eine skurrile Geschichte, die sich im August 1939, wenige Tage vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, ereignet hatte. Wolfgang kann nicht ausschließen, dass sein bereits verstorbener Vater beteiligt war. Er stellt deshalb eigene Nachforschungen an, mit am Ende für beide Seiten überraschenden Ergebnissen.


 

VERSCHLUNGENE WEGE

Als sich nach 16 Ehejahren Mikes Frau Knall auf Fall von ihm trennt, muss Mike sein Leben radikal ändern. Dazu braucht er einen neuen, weniger Zeit beanspruchenden Job. Noch bevor es dazu kommt, lädt ihn seine Kollegin Julia Maifelder zu einem Konzertbesuch nach Saarbrücken ein. Mike nimmt die Einladung an und verbringt mit Julia ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Wochenende in Saarbrücken. Kurz danach verschwindet Julia jedoch aus seinem Leben und für Mike beginnt eine turbulente Zeit mit einigen spektakulären Überraschungen.


 

MEINE BESTEN FREUNDE

Die Geschichte handelt von einem Mann und seinen beiden besten Freunden, die eine sehr enge Freundschaft pflegen und viel zusammen unternehmen. Auch später, als alle drei verheiratet sind, bleibt diese Freundschaft bestehen. Das ändert sich jedoch schlagartig, als die Ehe einer der Freunde geschieden wird.


 

EINE HELDIN DES ALLTAGS

Handelt von einer Frau, die sich während ihrer langjährigen Ehe die meiste Zeit um Angehörige gekümmert hat, das heißt Kinder versorgt und Schwiegereltern, Eltern und am Ende auch den eigenen Mann gepflegt hat. Zudem musste sie sich daneben im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb auch noch um die Tiere kümmern und Feldarbeiten verrichten. Eine immense und großartige Leistung. Über allem findet sie nicht die Zeit, an sich selbst zu denken. Es gibt sicherlich viele Frauen, die ähnliches geleistet haben. Ihre Lebensleistung findet in der Öffentlichkeit leider so gut wie keine Aufmerksamkeit, geschweige denn Anerkennung. Diesen Menschen ist diese Geschichte gewidmet.

Copyright 2020  Marco Moreno